
Bei den MTB-Marathon-Europameisterschaften in St. Wendel (Saarland) stand sie nach 5:58:02 Stunden Fahrzeit als neue Europameisterin auf dem Podest. Bei einer Gesamtdistanz von 118 Kilometern mit 2800 Höhenmetern betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Niederländerin Arielle van Meurs im Ziel 6:52 Minuten. Die Bronzemedaille ging an Esther Süss aus der Schweiz.
Die Devise bei diesem Wettkampf lautete: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das Befahren der durch starke Regenfälle völlig aufgeweichten Strecke war für die Teilnehmer eine Qual. Dazu Sabine Spitz: „Es war brutal heute! Das Bike klebte förmlich am Boden, man ist keinen Meter gerollt. Als ich am Morgen aus dem Wohnmobil schaute, sah ich meine Medaillenhoffnungen davon schwimmen, da mir solche Bedingungen überhaupt nicht liegen.・ Erst bei Kilometer 30 kristallisierte sich bei diesem Rennen eine Dreier-Gruppe mit Sabine Spitz, Elisabeth Osl (AUT) und Maja Wloszczowska (POL) heraus. Bei der ersten Zieldurchfahrt nach 60 Kilometern war Elisabeth Osl zurück gefallen. Danach fuhr Sabine Spitz innerhalb kürzester Zeit einen Vorsprung von 2:14 Minuten auf die Polin heraus, die 2003 schon einmal Marathon-Weltmeisterin geworden war. Die GHOST-Fahrerin gab das Heft bis zum Schluss des Rennens nicht mehr aus der Hand und erreichte das Stadion von St. Wendel als eindeutige Siegerin.
Sabine Spitz hat sich mit diesem Sieg die vierte internationale Medaille in diesem Jahr gesichert. Mit zwei Mal Gold bei Europameisterschaften und zwei Mal Silber bei Weltmeisterschaften kann die Olympia-Dritte von Athen jetzt auf ihre erfolgreichste Saison überhaupt zurückblicken. Die Freude war ihr deutlich anzumerken: „Das ist unglaublich. Nach dem Cross-Country-EM-Titel jetzt auch noch Gold im Marathon. Ich bin wirklich sehr glücklich
Publiziert am:02.10.2007
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